Moderne Wohnung nach der Renovierung – helles Interieur mit minimalistischem Finish
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18. Juni 202611 Min. Lesezeit

Wohnung renovieren – erste Schritte und wie man richtig plant

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Wohnung renovieren – wo anfangen? Diese Frage stellt sich jeder, der vor der Aufgabe steht, sein Zuhause aufzufrischen oder grundlegend umzugestalten. Die gute Nachricht: Die richtige Reihenfolge der Schritte und eine solide Vorbereitung können Ihnen erheblich viel Nerven, Zeit und Geld sparen. Dieser Leitfaden führt Sie durch den gesamten Prozess Schritt für Schritt.

Wohnung renovieren – Umfang und Konzept festlegen

Bevor Sie den ersten Handwerker beauftragen oder auch nur ein Kabel kaufen, müssen Sie wissen, was Sie eigentlich wollen. Eine Renovierung kann das Streichen der Wände bedeuten – oder das vollständige Herausreißen von Trennwänden und die Umgestaltung des Grundrisses. Das ist ein enormer Unterschied – sowohl in Bezug auf Kosten als auch auf die Ausführungszeit.

Beginnen Sie, indem Sie sich einige Schlüsselfragen stellen:

  • Was stört Sie am meisten? Alte Elektroinstallation, defekte Wasserleitungen, beschädigter Boden, oder einfach ein „veraltetes" Aussehen?
  • Wie lange planen Sie, hier zu bleiben? Wenn Sie die Wohnung in zwei Jahren verkaufen wollen, ist die Renovierungsstrategie eine völlig andere, als wenn Sie auf Jahrzehnte planen.
  • Werden Sie während der Renovierung in der Wohnung wohnen? Wenn ja, müssen Sie die Etappen so planen, dass immer Zugang zu Küche und Bad besteht.
  • Was können Sie selbst machen, was erfordert Fachleute? Streichen – selbst möglich. Elektroinstallation – absolut nicht.

Wichtig für Mietwohnungen in Deutschland: Bestimmte bauliche Veränderungen – Wände herausreißen, Türöffnungen versetzen, Grundrissänderungen – erfordern die schriftliche Zustimmung des Vermieters. Holen Sie diese vor Beginn jeder größeren Maßnahme ein, um rechtliche und finanzielle Konsequenzen beim Auszug zu vermeiden.

Machen Sie sich auch mit verschiedenen Einrichtungsstilen vertraut, bevor Sie Materialentscheidungen treffen. Schauen Sie sich unseren Stilkatalog an – Sie finden dort Inspirationen vom modernen Stil über den skandinavischen bis hin zum klassischen.

Budget – der wichtigste Schritt vor der Renovierung

Das Budget ist das Fundament der gesamten Planung. Ohne realistische Einschätzung der Finanzen tappt man leicht in die „Noch-dieses-eine"-Falle und landet bei einer Renovierung, die sich über Jahre hinzieht.

Wie schätzt man Renovierungskosten?

Orientierungspreise für Arbeitsleistungen (ohne Material) in 2026:

  • Wände streichen: 8–15 €/m² (DIY möglich: Farbe + Rolle ca. 3–5 €/m²)
  • Fliesen verlegen: 30–70 €/m²
  • Laminat oder Parkett verlegen: 15–30 €/m²
  • Elektriker (Punkt): 60–150 € je Punkt
  • Sanitär (Anschluss): 100–250 € je Anschluss
  • Glättspachtel: 10–20 €/m²

Zu den Arbeitskosten kommen die Materialien – in der Regel 40–60 % der Gesamtkosten. Kalkulieren Sie immer 15–20 % Puffer für Unvorhergesehenes ein, denn bei Renovierungen taucht fast immer etwas auf – alte Installationen, Feuchtigkeit hinter der Wand, ein unebener Untergrund, der ausgeglichen werden muss.

Bei Eigenleistungen können Sie erheblich sparen: Streichen, Tapezieren, einfache Demontagearbeiten und Schönheitsreparaturen sind von handwerklich begabten Heimwerkern gut durchführbar.

Reihenfolge der Renovierungsarbeiten – was kommt nach was?

Das ist einer der häufigsten Gründe für teure Fehler. Die falsche Reihenfolge bedeutet, Arbeiten doppelt ausführen – oder Fertiges wieder zu beschädigen. Hier die richtige Abfolge:

1. Abbruch- und Vorbereitungsarbeiten

Zuerst kommt das Herausreißen des Unerwünschten: Trennwände, alte Einbauten, Keramikbeläge, die ersetzt werden sollen. In dieser Phase entsteht am meisten Schmutz und Staub – sichern Sie angrenzende Räume mit Folie ab.

Beachten Sie: Bevor Sie irgendwas einreißen, informieren Sie sich beim Vermieter oder der Hausverwaltung, ob die betreffende Wand tragend ist. Das Einreißen einer Tragwand ohne Genehmigung und Baustatik hat erhebliche rechtliche und bauliche Konsequenzen.

2. Installationen – Elektro und Sanitär

Installationen immer vor Putz und Boden. Das ist eine absolute Regel. Wenn sich hinterher herausstellt, dass eine Steckdose am falschen Platz sitzt oder ein Wasseranschluss fehlt, müssen Sie fertigen Putz aufhacken oder gelegte Fliesen herausreißen.

Elektroarbeiten beauftragen Sie ausschließlich bei einem Fachbetrieb – nach Abschluss der Arbeiten sollte dieser ein Prüfprotokoll ausstellen. Das ist ein wichtiges Dokument, das beim Verkauf der Wohnung oder bei einem Versicherungsschaden relevant wird.

Der Sanitärinstallateur legt in dieser Phase neue Leitungen zu den geplanten Wasseranschlüssen – Spüle, Geschirrspüler, Waschmaschine, Dusche, Badewanne.

3. Putzen und Spachteln

Wenn alle „feuchten" und „schmutzigen" Installationsarbeiten abgeschlossen sind, kommt das Ausgleichen der Wände. Gipsputz kann mehrere Wochen trocknen – beschleunigen Sie diesen Prozess nicht durch übermäßiges Heizen, sonst reißt der Putz.

Nach dem Trocknen des Putzes wird Spachtelmasse aufgetragen – eine oder zwei Lagen, je nach Wandzustand und gewünschtem Ergebnis.

4. Bodenbelag

Der Boden wird nach dem Verputzen, aber vor dem Streichen verlegt. Warum? Weil das Verlegen von Laminat, Parkett oder Fliesen viel Staub und mögliche Kratzer produziert. Besser nach diesem Durcheinander streichen als frische Farbe zu riskieren.

Ausnahme: Fußbodenheizung – deren Montage erfolgt vor dem Verputzen (als Elektrisch- oder Wasserinstallation) oder beim Estrich.

5. Wände und Decken streichen

Das Streichen ist einer der letzten „feuchten" Arbeitsschritte. Vor dem Pinsel oder der Rolle müssen die Wände grundiert werden – das verbessert die Haftung der Farbe und reduziert den Verbrauch. Gutes Streichen erfordert in der Regel zwei Aufträge.

Küche und Bad renovieren – diese Räume erfordern besondere Aufmerksamkeit

Küche und Bad sind das Herzstück jeder Renovierung – und gleichzeitig die kostspieligsten Räume. Hier sind die Installationen am aufwendigsten, die Materialien müssen feuchtigkeitsbeständig sein, und jeder Fehler bei der Abdichtung kann zu ernsthaften Schäden führen.

Bad

Im Bad ist die Reihenfolge der Arbeiten sehr eng:

  • Sanitär- und Elektroinstallationen
  • Abdichtung (Verbundabdichtung) – absolut zwingend vor dem Fliesenkleben im Nassbereich (Dusche, Badewanne). Hier nicht sparen.
  • Fliesen verlegen an Wand und Boden
  • Armaturen, Sanitärkeramik und Badmöbel montieren
  • Beleuchtung

Küche

In der Küche ist entscheidend, das Schrank- und Gerätelayout festzulegen, bevor Sanitär und Elektro beginnen – Wasseranschlüsse und Steckdosen müssen genau dort sitzen, wo sie gebraucht werden. Küchenschränke werden nach dem Bodenbelag (ggf. mit technischer Lücke) montiert, aber vor der endgültigen Wandgestaltung zwischen Arbeitsplatte und Oberschränken.

Finish und Einrichtung – die letzte Phase der Renovierung

Wenn alle „schweren" Arbeiten abgeschlossen sind, kommt die interessanteste Phase – die Raumgestaltung. In dieser Phase montieren Sie Beleuchtung, Sockelleisten, Vorhangstangen, hängen Bilder auf und bringen Möbel ein.

Hier haben ästhetische Entscheidungen die größte Wirkung. Wenn Sie unsicher sind, wie Farben, Möbel und Textilien zusammenpassen – ein KI-Werkzeug zur Innenraumgestaltung kann Ihnen zeigen, wie ein Raum aussehen wird, noch bevor Sie etwas kaufen. Einfach ein Foto des Zimmers hochladen und den gewünschten Stil auswählen.

Häufige Fehler bei der Wohnungsrenovierung

Diese Fallen im Voraus zu kennen gibt Ihnen eine Chance, sie zu vermeiden:

  • Zu kleines Budget ohne Puffer – es wird immer mehr ausgegeben als geplant
  • Falsche Reihenfolge der Arbeiten – besonders: Boden vor den Installationen verlegen
  • Materialien „auf Kante" bestellen – immer 10–15 % mehr Fliesen, Laminat oder Farbe bestellen (Farbchargen-Probleme!)
  • Kein Konzept für Bad und Küche – hier zählt jeder Zentimeter
  • Abdichtung weglassen – die Folgen können nach Jahren auftreten, sind aber gravierend
  • Überall am billigsten Material sparen – bei Installationen und Abdichtung rechnet sich das Sparen nicht
  • In der Mietwohnung ohne Vermietererlaubnis umbauen – riskiert den Verlust der Kaution oder Schadensersatzforderungen beim Auszug

Renovierungsplan – das Werkzeug zur Projektkontrolle

Erstellen Sie eine einfache Tabelle in einer Tabellenkalkulation: Arbeitsschritt, geplantes Startdatum, geplantes Enddatum, Ausführender, geschätzte Kosten. Aktualisieren Sie sie laufend. So wissen Sie jederzeit, wo Sie stehen, wie viel Zeit noch bleibt und ob Sie im Budget sind.

Bei der vollständigen Renovierung einer Wohnung (50–70 m²) – ob vom Rohbauzustand oder einer Komplettsanierung – kalkulieren Sie realistisch 3–6 Monate. Rein optische Maßnahmen (Streichen, Bodenbelag tauschen, neue Ausstattung) dauern in der Regel 2–6 Wochen.

Zusammenfassung – Wohnung renovieren, wo anfangen

Wo beim Renovieren anfangen? Mit der Planung – das ist die wichtigste Lektion aus diesem Artikel. Bevor der erste Handwerker kommt, sollten Sie eine klare Vorstellung vom Wunsch-Ergebnis, ein genehmigtes Budget mit Puffer und eine festgelegte Arbeitsreihenfolge haben. Je besser die Vorbereitung in der Planungsphase, desto reibungsloser und günstiger verläuft die eigentliche Renovierung.

Beginnen Sie mit einer Visualisierung Ihres Traumwohnzimmers – ein Foto des Raums und ein paar Klicks genügen, um zu sehen, wie er nach der Renovierung aussehen könnte. Schauen Sie sich unsere modernen und minimalistischen Stile an, die sich hervorragend für renovierte Wohnungen eignen.

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